Turmbau im Jahre 1905
In den Jahren 1904/1905 gab die Gemeinde Ratzersdorf ihrer Kirche mit dem Bau des Glockenturmes auch das äußere Aussehen eines christlichen Gotteshauses. Anläßlich der Einweihung dieses Bauwerkes gab der damalige evangelische Pfarrer Otto Schulze ein Erinnerungsbüchlein heraus, welches ich hiermit in leicht gekürzter Form wiedergeben möchte. Die Fotos sind bis auf die Kirchenansicht mit Turm nicht im Buch enthalten, sondern von mir eingefügt.
Norbert Gschweng, Greifswald im Oktober 2002

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Der erste Oktober des Jahres 1905 (XV. Sonntag nach Trinitatis) wird in der evangelischen Kirchengemeinde A. C: zu Récse lange Zeit als denkwürdiger Tag gefeiert werden, denn an diesem Tage beging die Gemeinde die feierliche Einweihung ihres mit vielen Opfern erbauten neuen Turmes und der drei neuen Glocken.
Auf Wunsch der Gemeinde wurde die Beschreibung des schönen und herzerhebenden Festes zum freundlichen Erinnerungszeichen für alle Gemeindemitglieder und deren Freunde und Gönner von dem derzeitigen Ortsgeistlichen im Druck herausgegeben, damit auch die spätere Nachwelt sehe, welche Glaubensfreudigkeit und Opferwilligkeit unsere derzeitigen Gemeindeglieder bei dem Zustandebringen des schöngelungenen Werkes an den Tag legten.
Die Feier selbst begann um halb neun Uhr mit einer Festsitzung in der Kirchen, wo außer der beinahe vollzählig anwesenden Gemeinde, eine große Zahl lieber Festgäste von der ganzen Umgegend, wie: Poszsony, Szt. György, Grinád, Bazin, Limbach usw. versammelt waren.
Es waren erschienen: der von uns hochgeachtete und im apostolischen Eifer wirkende geistliche Oberhirte, Sr. bischöfl. Hochwürden Herr Dr. Friedrich Baltik, der Senioralviceinspektor Advokat Herr Karl Hacker, Pfarrer Koloman Schönwießner von Szt. György sammt Gemahlin, Oberstuhlrichter Alexander von Füzék, Honoraroberstuhlrichter Georg v. Mayer, der Ortsrichter Lednár Szilvér. Die Bauunternehmer: Architekt J. B Kauser und Baumeister J. v. Terebessy, die Spenglerfirma Weber und Schwenk, der Kunstschlossermeister Ferdinand Kohl, sowie viele. viele Glaubensgenossen aus der Nähe und Ferne.
Da Herr Kircheninspektor Samuel Ruckrigl an der heutigen Feier nicht erscheint, eröffnet der Ortsgeistliche Otto Schulze die Sitzung und begrüßt den Herrn Bischof, sowie die übrigen Festgäste im Namen seiner Gemeinde auf das Freundlichste, und dankt ihnen im eigenen wie im Namen der Gemeinde für ihr Erscheinen, wodurch sie die Feier der Gemeinde gehoben haben. Senioralviceinspektor Herr Karl Hacker entschuldigt den Herrn Senioralinspektor Sr. Exellenz Herrn Dr. Ludwig v. Láng, daß er Zufolge vielseitiger Inanspruchnahmen heute verhindert ist, von Budapest nach Récse zu kommen. Ebenso meldet Herr Hacker, daß Sr. Hochwürden der Herr Senior Franz Trßtyénßky plötzlich erkrankt sei, und somit an dem heutigen Feste nicht teilnehmen kann. Sr. Hochwürden Herr Consenior Gustav Ebner entschuldigt sein Fernbleiben brieflich, da ihn unabweisliche Amtsagenden am heutigen Erscheinen hindern.
Sr. bischöfliche Hochwürden dankt dem Ortsgeistlichen und der ganzen Gemeinde für den schönen Empfang, und die vielen großen Opfer, welche die Gemeindeglieder unter den jetzt für die Weingärtner drückenden Verhältnissen zur Ehre Gottes auf den Opferaltar darbrachten, und begrüßt auch seinerseits die versammelten Festgäste auf das Herzlichste.
Sodann wird die Zuschrift Sr. Exellenz des gemeinsamen Reichskriegsministers Herrn Ritter Heinrich v. Pittreich an den Ortsgeistlichen verlesen, worin der hohe Herr erklärt, zu seinem Bedauern heute in Récse nicht erscheinen zu können.
Nun wird durch den Ortsgeistlichen die in den Turm einzumauernde Urkunde samt den Spenden verlesen, von Sr. bischöfl. Hochwürden und von sämtlichen geistlichen und weltlichen Würdenträgern unterfertigt, und in eine eigens dazu verfertigte Blechtube gelegt, und zur sofortigen Einmauerung in den Turm übergeben.
Sodann begrüßt der Lokalpfarrer den Herrn Lehrer Karl Tim zu seinem 40. Amtsjubiläum, den auch Sr. Majestät unser apost. König mit dem silbernen Verdienstkreuze mit der Krone auszeichnete, welches ihm demnächst durch Sr. Hochwohlgeboren dem Herrn Obergespans überreicht werden wird, und übergibt dem Jubilar im Namen der Gemeinde unter sinnlichen Worten, als Zeichen der Anerkennung einen aus Silber verfertigten von Innen und Außen vergoldeten Kelch in einer roten Plüschkassette, mit der Inschrift: "Zur Erinnerung an die 40-jährigeAmtszeit in Récse, von der evang. Gemeinde zu Récse".
Nachdem noch der hochwürdige Herr Bischof wie auch Herr Oberstuhlrichter Alexander v. Füzék und Senioralviceinspektor Herr Karl Hacker den Jubilar begrüßt hatten, dankt derselbe tiefgerührt allen kirchlichen und weltlichen Würdenträgern, sowie seiner Gemeinde für die ihm gewordene Ehrung.
Nun dankt der Lokalpfarrer noch einmal dem hochwürdigen Herrn Bischof wie allen übrigen Festteilnehmern für ihr Erscheinen, und schließt mit der Bitte die Festsitzung, daß Sr. bischöfl. Hochwürden nunmehr die Turmweihe in feierlicher Weise gütigst vollziehen möge.
Nach Absingen eines durch récseer Männer, Jünglinge und Jungfrauen unter der Leitung des gewesenen zweiten Lehrers Herrn Ludwig Westsik, der Anfangs September laufenden Jahres nach Moson Miklósfalu übersiedelte, vorgetragenen Chorales, tritt der hochwürdige Herr Bischof in Begleitung des Herrn Pfarrers Koloman Schönwießner und des Lokalpfarrers Otto Schulze vor den festlich geschmückten Altar und hält folgende Weihrede und Gebet:
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Da die Weihrede und die Gebete keine geschichtlich oder genealogisch relevanten Fakten enthalten, lasse ich diese vorerst aus. Zu einem späteren Zeitpunkt füge ich den Wortlaut dieser aber der Vollständigkeit halber an dieser Stelle ein.

Evangelische Kirche vor dem Bau des Turmes
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Anhang.
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1. Wortlaut der in den Schlußstein des Turmes gelegten Urkunde:
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Dieser Turm wurde im Jahre 1905 zur Ehre Gottes von der evangelischen Kirchengemeinde A. C. zu Récse (Ratzersdorf) unter der Regierung Sr. k. und königl. apost. Majestät Franz Josef I. erbaut. Ministerpräsident war: Graf Stefan Tißa, und später Baron Gésa Fehérváry.
Distriktualinspektor des Kirchendistriktes diesseits der Donau war: Oberhausmitglied Julius v. Laßkáry.
"Bischof war: Dr. Friedrich Baltik
Senior: Franz v. Trßtyénßky, Pfarrer zu Pozsony
Senioralinspektor: Sr. Exellenz, Ludwig v. Láng
II-ter Senioralinspektor: Advokat, Karl Hacker
Consenior: Gustav Ebner, Pfarrer zu Pozsony
Pfarrer der Gemeinde: Karl Otto Schulze
Kircheninspektor: Samuel Ruckriegl (hat sich aber um den Turmbau nicht gekümmert, da er ein Gegner desselben war)
Kircheninspektorstellvertreter: Matthias Petschuch sen. und Michael Wenzel
Lehrer: Karl Tim, der gerade bei dem Turm- und Glockenweihfeste sein 40-jähriges Amtsjubiläum feierte, und LudwigWestsik der aber Anfangs September nach Miklósfalu (Comitat Moson) übersiedelte.
Curatoren oder Vorsteher waren: Michael Gschweng und Michael Strohkendl
Turmfondverwalter: Andreas Drgala und Paul Tietz
Schulvater: Ludwig Kompauer
Kirchenvater: Paul Wenzel und Samuel Petschuch
Meßner: Samuel Kompauer
Kleinrichter: Paul Petschuch jun.
Kellermeister: Eduard Greiner
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Ein lange und sehnlichst gehegter Wunsch der Gemeinde ging durch diesen Bau in Erfüllung als die eine schwere leidensvolle Vergangenheit durchkämpfte Gemeinde auf Grund des XXVI. Gesetzartikels vom Jahre 1791 nach einem durch 35 Jahre langen emsigen Sparen und Sammeln der Erträgnisse von den alljährig abgehaltenen sogenannten Conventsbällen, deren erster am 6. Februar 1870 abgehalten wurde, und einen Reinertrag von 10 fl. oder 20 Kronen ergab, und mit Ende des Jahres 1904 die Summe von 8812 Kronen und 44 Heller erreichte, auf Anregung des Presbyters Michael Wenzl zur Erbauung des Turmes und Anschaffung von drei Glocken und der Uhr schreiten konnte.
An freiwilligen Spenden zur Anschaffung der Glocken opferten die Gemeindeglieder laut dem hierzugefügten Verzeichnisse, trotz der für die Weingärtner sehr drückenden und schweren Zeit die ansehnliche Summe von 3494 Kronen 30 Heller, sage: dreitausendvierhundertneunzigvier Kronen 30 Heller.
Dazu kamen noch andere Spenden, wie dies hier angeführt ist. Nämlich Herr Michael Wenzl und seine Ehegattin Julianna geb. Follrich spendeten allein die mittlere Glocke in Summa von 1169 Kronen. Herr Paul Gschweng sen. und seine Ehegattin Katharina geb. Wenzl, und deren Kinder: Paul Gschweng jun. und seine Ehegattin Rosina geb. Prazság, Michael Gschweng und seine Ehegattin Julianna geb. Petschuch, Heinrich Kompauer und seine Ehegattin Julianna geb. Gschweng bezahlten die kleine Glocke in Summa von 720 Kronen. Die beiden Vorsteher Michael Gschweng und seine Ehegattin Elisabeth geb. Follrich, und Michael Strohkendl mit seiner Ehegattin Katharina geb. Szloboda spendeten das Turmkreuz in Summa von 150 Kronen. Der Kirchenvater Paul Wenzl und seine Ehegattin Katharina geb. Szloboda spendeten das eiserne Turmtor im Werte von 120 Kronen. Hr. Lehrer Karl Tim und seine Ehegattin Caroline geb. Zechmeister spendeten für das eiserne Gitter unter dem Turme 15 Kronen. Otto Schulze, ev. Pfarrer und seine Ehegattin geb. Olga v. Terray spendeten die Marmortafel am Turme in Summa von 50 Kronen.
Sr. Exellenz der gemeinsame Reichskriegsminister Herr Ritter Heinrich v. Pittreich spendete der Gemeinde durch gütige Zusprechung von Bruchbronze 1200 Kronen. Die Senioralhilfsanstalt des pozsonyer Stadtseniorates 59 Kronen 86 Heller. Die Districtualhilfsanstalt 100 Kronen.
Der diesjährige Districtualkonvent votierte der Gemeinde aus der Staatssubvention 200 Kronen.
Der allgütige Gott segne und vergelte es tausendfach allen Wohltätern und edlen Gönnern der Gemeinde, was sie zu seines Namens Ehre getan, und öffne ihr auch in Zukunft edle Herzen und mildtätige Hände, damit wir an dem schönen Werke lange Zeit unsere Freude haben. Ja der Herr des Friedens vereinige die ganze Gemeinde mit allen ihren Gliedern in Eintracht und echter glaubensbrüderlicher Liebe !
Was den Turmbau betrifft, wurde derselbe durch die Baufirma J. B. Kauser Architekt und Baumeister Johann v. Terebesy zu Pozsony am 15. Mai des Jahres begonnen. Am 19. Mai wurde der Bau durch die politische Commission: Herrn Stuhlrichter Georg v. Mayer königl. Oberingenieur Joh. Florián und Ingenieur Eugen v. Sóós besichtigt und deren Gutachten abgegeben. An 27. Juni erreichten die Maurer die Mauergleiche. Fertig wurde der Turm aber wegen des ausgebrochenen Zimmermannstreikes erst am 16. September. Behördlich überprüft und übernommen wurde der Bau am 29. September.
Baupolier war bei dem Bau Josef Breßtovánßky. Den Dachstuhl lieferte Moritz Quastler aus Pozsony. Die Eindeckungsarbeiten vollzog in zuvorkommender Weise die Spenglerfirma Weber und Schwenk aus Pozsony. Die Schlosserarbeiten lieferte der Bau- und Kunstschlossermeister Ferdinand Kohl aus Pozsony.
Die Glocken in Fis-dur samt den schmiedeeisernen Glockenstuhl lieferten die k. u. königl. Hoflieferanten Friedrich Seltenhofers Söhne aus Sopron, und zwar zur vollsten Befriedigung der Gemeinde.
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- Die große Glocke wiegt 710 Kilo und trägt die Inschrift:
A hivek közadakozásából öntette a récsei ág. hitv. evang. Egyházközség 1905.
- Die mittlere Glocke ist 334 Kilo schwer und trägt die Inschrift:
A récsei ág. hitv. evang. Egyházközség számára öntette: Wenzl Mihály és neje: Follrich Julianna 1905.
- Die kleine Glocke ist 199 Kilo schwer und trägt die Inschrift:
A récsei ág. hitv. evang. Egyházközség Számára öntette: idb. Gschweng Pál s neje szül. Wenzl Katharina, ifj. Gschweng Pál és neje: Prazság Róza, Gschweng Mihály és neje: Petschuch Julianna, Kompauer Henrik és neje: Gschweng Julianna 1905.
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Die Glocken selbst wurden am 20. August, also am König Stefan Tage, Nachmittag von der ganzen Gemeinde und der Schuljugend feierlich von unserer Bahnstation auf drei geschmückten, mit Ochsen bespannten Wägen unter Begleitung der Limbacher Musikkapelle abgeholt und eingeführt. Am 22. August wurden sie aber in Gegenwart des mosoner Seniors Sr. Hochwürden Herrn Gustav Ringbauer ev. Pfarrer zu Rajka und Sr. Hochwürden Herrn Karl Wenk ev. Pfarrer zu Hegyeshalom, die zu Besuch des Obergeistlichen hier waren, und in Gegenwart vieler Gemeindeglieder nach kurzer Einsegnung des Ortsgeistlichen durch den Monteur Kis N. aus Sopron in den Turm aufgezogen.
Die Turmuhr lieferte der rennomierte Uhrmacher Ferdinand Winkler aus Pozsony.
Bei Gelegenheit des Turmbaues wurde die Umzäunungsmauer und vordere Frontmauer der Kirche samt Staketenzaun und die linke Chorstiege in der Kirche neu angeschafft, die Kirche von innen ausgeweißt, und zwar kosteten diese Arbeiten 1720 Kronen.
Die Zahl unserer Gemeindeglieder beträgt derzeit nach den Daten der letzten Volkszählung 754 Seelen. Im Jahre 1904 wurden getauft 12 Knaben, 9 Mädchen zusammen 21 Kinder. Confirmiert: 11 Knaben 6 Mädchen, zusammen 17 Kinder. Getraut: 3 Paare. Gestorben sind 10 männl. 6 weibl. Geschlechtes = 16 Personen. Beichtleute waren 74 männl. 94 weibl. Geschlechtes = 168 Personen. Krankenbeichten kamen 4 vor.
Die Turmweihe wurde am 1. Oktober 1905 durch Sr. bischöfl. Hochwürden Herrn Dr. Friedrich Baltik in Gegenwart......... Koloman Schönwießner von Szt. György, des Ortsgeistlichen Otto Schulze, sowie der diese Urkunde untergeschriebenen Herren, feierlich vollzogen.
Gottes reichster Gnadensegen sei über diesem Turme und unserem teurem Gotteshause, ja über allen, die hier ein- und ausgehen und dem dreieinigen Gott die Ehre geben. Der allgütige Gott schütze, schirme und segne unsere liebe Gemeinde mit allen ihren Gliedern, daß sie durch sein heiliges Evangelium erbauet werde zu einer rechten Gemeinde Gottes, auf dem alleinigen Grunde, der da heißt: "Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe in alle Ewigkeit !" Amen.
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Récse, am 11. Oktober 1905
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Unterschriften

Während des Baus und nach der Fertigstellung
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2. Verzeichnis der Spenden:
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a) für die Glocken.
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| Nr. |
Name |
Betrag (Kronen) |
Nr. |
Name |
Betrag (Kronen |
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| 01 | Michael Wenzel (mittlere Glocke) | 1169,00 | 61 | Andreas Gschweng | 100,00 | |
| 02 | Paul Gschweng sen. (kleine Glocke) | 420,00 | 62 | Ferdinand Gschweng | 40,00 | |
| 03 | Paul Gschweng jun. (kleine Glocke) | 100,00 | 63 | Paul Wenzl, Nr. 293 | 20,00 | |
| 04 | Michael Gschweng (kleine Glocke) | 100,00 | 64 | Paul Tietz, Turmfondverwalter | 20,00 | |
| 05 | Heinrich Kompauer (kleine Glocke) | 100,00 | 65 | Stephan Wenzl sen. | 10,00 | |
| 06 | Witwe Stephan Reichhart | 20,00 | 66 | Andreas Krutzler | 10,00 | |
| 07 | Susanna Gschweng, Nr. 6 | 20,00 | 67 | Gottlieb Wenzl | 15,00 | |
| 08 | Samuel Petschuch, Kirchenvater | 20,00 | 68 | Witwe Elisabeth Mahrhofer | 20,00 | |
| 09 | Eduard Greiner, Kellermeister | 20,00 | 69 | Ludwig Gschweng, Nr. 275 | 20,00 | |
| 10 | Ludwig Wenzl | 20,00 | 70 | Witwe Christof Tietz | 20,00 | |
| 11 | Andreas Strohkendl | 5,00 | 71 | Paul Petschuch sen. | 20,00 | |
| 12 | Witwe Maria Wenzl | 20,00 | 72 | Johann Zwonar jun. | 10,00 | |
| 13 | Gottlieb Drgala | 20,00 | 73 | Johann Kompauer | 10,00 | |
| 14 | Witwe Christian Wenzl | 100,00 | 74 | Witwe Julianna Petschuch | 50,00 | |
| 15 | Witwe Elisabeth Gschweng | 10,00 | 75 | Gustav Wenzl | 30,00 | |
| 16 | Witwe Maria Steindl | 4,00 | 76 | Ludwig Kompauer, Schulvater | 20,00 | |
| 17 | Johann Weintrager | 10,00 | 77 | Matthias Drgala | 20,00 | |
| 18 | Michael Kompauer | 50,00 | 78 | A. Drgala, Turmfondverwalter | 30,00 | |
| 19 | Ernst Ruckriegl | 10,00 | 79 | Samuel Wenzl sen. | 20,00 | |
| 20 | Gustav Kochwasser | 10,00 | 80 | Samuel Kompauer, Meßner | 20,00 | |
| 21 | Johann Wengh | 20,00 | 81 | Karl Tietz | 50,00 | |
| 22 | Matthias Gschweng | 20,00 | 82 | Paul Kraitz | 20,00 | |
| 23 | Witwe Mathias Gschweng | 60,00 | 83 | Johann Krutzler | 10,00 | |
| 24 |
Witwe Elisabeth Gschweng und Paul Petschuch jun. |
100,00 | 84 | Witwe Stephan Ruckrigl | 20,00 | |
| 25 | Stefan Wenzl | 10,00 | 85 | Susanna Wenzl (Gotthilf) | 20,00 | |
| 26 | Josef Wengh | 100,00 | 86 | Michael Sloboda sen. | 20,00 | |
| 27 | Paul Wengh | 50,00 | 87 | Johann Strohkendl | 20,00 | |
| 28 | Matthias Dadam | 20,00 | 88 | Matthias Wenzl, Nr. 348 | 10,00 | |
| 29 | Andreas Wenzl | 20,00 | 89 | Georg Kuna, Pozsony | 1,00 | |
| 30 | Stefan Strohkendl | 10,00 | 90 | Weiland Witwe G. Gschweng | 100,00 | |
| 31 | Johann Gschweng | 60,00 | 91 | Andreas Nerád | 20,00 | |
| 32 | Johann Wenzl | 20,00 | 92 | Johann Zwonar sen. | 5,00 | |
| 33 | Gotthilf Tietz | 20,00 | 93 | Karl Kompauer | 20,00 | |
| 34 | Raguel Ruckriegl | 100,00 | 94 | Gebrüder Weißfeiler, mos. Rel. | 20,00 | |
| 35 | Witwe Ilma Wengh | 20,00 | 95 | Paul Wenzl, Nr. 37 | 20,00 | |
| 36 | Matthias Petschuch jun. | 50,00 | 96 | Michael Ruckrigl | 20,00 | |
| 37 | Paul Gschweng, Nr. 350 | 20,00 | 97 | Ungenannt sein wollende Witwe | 20,00 | |
| 38 | Paul Follrich | 20,00 | 98 | Johann Steberl | 50,00 | |
| 39 | Gustav Gschweng | 30,00 | 99 |
Überschuß der Sammlungsspende bei der Glockeneinfuhr |
5,20 | |
| 40 | Michael Drgala, Nr. 340 | 40,00 | 100 | Witwe H. Wesel, mos. Religion | 20,00 | |
| 41 | Stephan Praschág | 60,00 | 101 | Franz Krischick, Gastwirt, r.k. | 20,00 | |
| 42 | Johann Gruber | 10,00 | 102 | Paul Prechtl | 20,00 | |
| 43 | Matthias Petschuch sen. | 200,00 | 103 | Adolf Wenzl | 20,00 | |
| 44 | Eduard Petschuch | 10,00 | 104 | Mathias Wenzl, Nr. 47 | 50,00 | |
| 45 | Gottlieb Gschweng | 20,00 | 105 | Paul Sloboda | 20,00 | |
| 46 | Paul Drgala | 30,00 | 106 | Andreas Sloboda | 20,00 | |
| 47 | Stephan Gschweng | 25,00 | 107 | Mathias Spinka, ev. ref. | 20,00 | |
| 48 | Konstantin Wenzl | 10,00 | 108 | Susanna Bergo | 10,00 | |
| 49 | Jakob Dadam | 15,00 | 109 | Christian Wenzl | 20,00 | |
| 50 | Matthias Sloboda | 400,00 | 110 | Michael Drgala sen. | 24,00 | |
| 51 | Matthias Strohkendl | 15,00 | 111 | Witwe Elisabeth Zechmeister | 10,00 | |
| 52 | Karl Drgala | 10,00 | 112 | R. Nagy, Tischlermeister, r.k. | 5,00 | |
| 53 | Karl Schmidt | 50,00 | 113 | Ledner Silver, Ortsrichter, r.k. | 10,00 | |
| 54 | Lorenz Gschweng | 50,00 | 114 | Ernst Andrae, Pozsiny | 40,00 | |
| 55 | Konrad Gschweng | 50,00 | 115 | Franz Schönbeck, Pozsony | 15,00 | |
| 56 | Matthias Ruckriegl | 20,00 | 116 | Gustav Schönhofer | 15,00 | |
| 57 | Josef Mahrhofer | 25,00 | 117 | Paul Sandtner, Pozsony | 10,00 | |
| 58 | Johann Gschweng jun. | 30,00 |
Summa |
5383,36 | ||
| 59 | Paul Gschweng | 20,00 | ||||
| 60 | Paul Wenzl | 10,00 |
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b.) für bestimmte Zwecke:
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| Paul Wenzl, Kirchenvater, aufs eiserne Tor | 120,00 |
| Michael Gschweng und Michael Strohkendl aufs Turmkreuz | 150,00 |
| Otto Schulze, evang. Pfarrer auf die Marmortafel | 50,00 |
| Karl Tim, evang. Lehrer aufs Gitter | 15,00 |
| 335,00 | |
| Somit macht die Summe der Spenden 5718 Kronen 30 Heller | |
| Dazu die ausgewiesenen Spenden von Sr. Exellenz dem Herrn | |
| Reichskriegsminister und der kirchlichen Vereine genommen mit | 1559,00 |
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macht insgesamt 7278 Kronen 16 Heller |
Die etwa noch nachkommenden Spenden werden in dem sogenannten "goldenen Buch" verzeichnet und von der Kanzel öffentlich angemeldet werden.
Anmerkung: Der Turmbau kostete laut Kostenüberschlag samt der Turmuhr die Summe von 10454 Kronen 15 Heller.
Die Glocken samt dem schmiedeeisernen Glockenstuhle kosten 5250 Kronen 50 Heller.
Einfriedungsmauer und vordere Frontmauer der Kirche samt Staketenzaun, Kirchenstiege und andere Arbeiten 2500 Kronen.
In Summa 18204 Kronen 65 Heller
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An dieser Stelle endet das Erinnerungsbüchlein
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Anmerkung: Die Kleine und die mittlere Glocke wurden im I. Weltkrieg zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.
Ich füge an dieser Stelle noch einmal das Foto zur Einweihung des Turmes ein und komplettiere es mit den Namen der abgebildeten Personen.

| 1. Reihe Unten, von links nach rechts | 2. Reihe Mitte, von links nach rechts | 3. Reihe Oben, von links nach rechts | |||
| 1 | Evangelischer Lehrer Steltzer aus Pressburg | 1 | Ludwig Gschweng | 1 | Eduard Greiner, Vater von Johann Greiner, Trafikant |
| 2 | Evangelischer Pfarrer Pröhle aus Pressburg ? | 2 | Samuel Wenzl, Großvater von Backscha | 2 | Samuel Kompauer, Vater von Johann, Meßner |
| 3 | Katholischer Pfarrer Stefan Bezák in Ratzersdorf ? | 3 | Paul Tietz, Schwiegervater von Gustav Sloboda | 3 | Michael Gschweng, Vater von Andreas G., Bahnhof |
| 4 | Ehefrau des Evangelischen Bischofs | 4 | ????? | 4 | Elisabeth Gschweng, geb. Follrich, Mutter von Andreas |
| 5 | Evangelischer Bischof Dr. Friedrich Baltik | 5 | Johann Müller, Evang. Lehrer, gefallen 1914 | 5 | Silvester Lednar, Vater von Martin (Bürgermeister) |
| 6 | Ehefrau vom Evang.Pfarrer Olga Schulze, geb. Terey | 6 | Paul Gschweng, Vater von Andres (Kopec) | 6 | Katarina Strohkendl, Mutter von Paul Str. , Bach. |
| 7 | Ehefrau vom Kath. Lehrer und Kantor Maria Kubu | 7 | Kath. Lehrer und Kantor Franz Kubu (Oberlehrer) | 7 | Michael Strohkendl, Vater von Paul Str. , Bach. |
| 8 | Tochter des Evangel. Lehrers Ida Tim | 8 | Evang. Lehrer Sefcik von Modern | 8 | Paul Petschuch, Vater von Therese Marhofer |
| 9 | Evang. Lehrer Karl Tim aus Oberufer | 9 | Evang. Pfarrer Otto Schulze in Ratzersdorf | ||
| 10 | Matthias Petschuch, Großvater von Victor P. (1927) | ||||
| 11 | Julie Petschuch, geb. Reichardt, Mutter von Therese | ||||
| 12 | Johann Gschweng, Vater von Paul gegenüber der Schule | ||||
| 13 | Rosa Drgala, Schwiegermutter von Johann Gschweng | ||||
| 14 | Samuel Petschuch, Bruder von Großvater Petschuch | ||||
| 15 | Maria Gschweng, geb. Hedecker, Köchin (Mariepasl) | ||||
Foto und Liste von: Fred Gschweng und Sohn, Wilmington, DE, USA, 28.12.1999
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