
Wappen Gschwend Wappen Schwenk Wappen Geschwand
Hans
Geswend wird als 1. Träger
dieses Namens in den Texten und den Archiven von Araldis genannt, die
eine mündlich überlieferte Tradition der Familie bestätigen, deren Ursprung
noch früher zu suchen ist. Nach diesen Angaben stammt die Familie ursprünglich
aus FÜSSEN. Es gilt als sicher, dass sich der Urstamm im Laufe der Zeit
unter dem Einfluß von geschichtlichen Ereignissen kleinerer und größerer
Tragweite in vielzählige Linien verzweigt hat, wie z.B. Gschwender, Gschwend, Gschwendtner, die sich in
den verschiedenen geschichtlichen Regionen angesiedelt haben. Dem schon
genannten Hans Geswend wird der Beruf eines Kunsthandwerkers oder der Stand Händler
zugeschrieben.
In
den Dokumenten, wie den „Allgäuer Heimatbüchern“, herausgegeben von Dr.
Dr. Alfred Weitnauer, Kempen 1936-41 und dem „Füssener Bürgerbuch 1359/1590
(1940) finden wir die Eintragung des Familiennamens in seiner Urform Geswend.
Es finden sich ebenfalls ein Chuntz Geswend, der 1371 die Bürgerrechte von Füssen
erhielt sowie mehrere Personen mit ähnlich klingenden Namen, die teils das
Stadtrecht erhielten bzw. als Bürgen auftraten.
„1371,
27.VIII. Chuntz der Geswend von
Ewen. Bürge: Mospach und der Meßner“
„1375,
3.VIII. Hans der Geswend und alle seine Geschwister in dem Geswend gesessen. Bürge: Lutz der
Schuster“
Ob
nun meine oder die Urahnen anderer Gschweng´s von den o. g. Personen abstammen,
wird wohl kaum geklärt werden können. Die Vermutung wird aber durch die, in
der weiter unten aufgeführten kirchengeschichtlichen Abhandlung von 1885
gemachten Aussagen über die Herkunft der Ratzersdorfer Bevölkerung bestätigt.
Auffallend
ist jedoch, dass alle noch lebenden Personen mit dem Namen Gschweng in dieser
Schreibweise ihre Wurzeln in Ratzersdorf haben. Zum ähnlich klingenden Namen Schwenk
und seinen Abwandlungen siehe dort.
Bedeutung: Ortsname Gschwand, Gschwend = gerodetes Land
Diese Bezeichnungsform finden wir seit dem 10.
Jahrhundert, als die Lehnsherren begannen, die Namen des Lehens zu übernehmen
und sich somit Adelige jenes Ortes zu benennen. In dieser Gewohnheit liegt der
Hauptgrund der Partikel „von“. Der Ortsname war jedoch nicht immer ein
adeliges Unterscheidungsmerkmal und manchmal bezog er sich nur auf den Wohnsitz,
der an eine kaufmännische oder berufliche Bedeutung gebunden war.
Noch
heute gibt es im Süddeutschen eine Vielzahl von Orten,
die auf den möglichen Ursprung unserer Familie hinweisen
Folgende weitere historische Quellen habe ich gefunden:
„Auswanderungen aus Oberschwaben im 17. und 18. Jahrhundert“ von Werner Hacker, ISBN 3-0862-0188-1
Nr. 3069: Gschwend Johann aus Altstätten im Rheintal/Schweiz, verheiratet mit Juliane Dreher aus Waldburg, die 150 fl (Florentiner Gulden) hat und dort aufgenommen wird. (Bestand Wolfegg im Waldburg-Wolfeggschen Archiv)
Nr. 9712: Schwendele, Benedikt aus Upflamör, Sohn des verstorbenen Jacob, Schreinergesell, auf Wanderschaft, in Ofen geblieben. Manumission (Entlassung aus der Leibeigenschaft) am 17.01.1739 nach Ungarn für 100 fl. (incl. 30 fl. Lehrgeld)
Daß es Träger des Namen Schwenk auch noch nach Ungarn gezogen hat, als der Name dort schon nachgewiesen ist, beweist folgender Eintrag in: Werner Hacker: "Auswanderer aus dem Territorium der Reichsstadt Ulm" veröffentlicht in: Ulm und Oberschwaben, Band 42/43 von 1978, herausgegeben vom Stadtarchiv Ulm
Nr. 700: Schwenk, Barbara, geb am 09.10.1746 in Langenau, verheiratet am 17.05.1773 in Langenau mit Matthäus Althammer, geb. am 13.05.1744 in Riedheim, wandern zusammen mit ihrem Sohn Martin Althammer (geb. am 23.10.1775 oder 12.07.1780 in Langenau) nach Ungarn aus. Sie werden am 05.05 bzw. 16.05.1786 in Wien als Durchreisende registriert.
Im Ratzersdorf des 19. und 20. Jahrhundert sprach man von 5 Linien der Gschweng
1. Die Lorenz-Gschweng Linie als die Wohlhabendste (Lorenz Gschweng, 05.08.1838-??)
2. Die Murin-Gschweng mit etwas dunklerer Haut (Paul Gschweng, 08.11.1860-1945)
3. Die Butzl-Gschweng ein kleinwüchsiger Zweig (Michael Gschweng, 18.07.1856-04.02.1946)
4. Die Rakotzy-Gschweng mit militärischer Karriere (Josef Gschweng, 1834-1910)
5. Die Gschwengerln, die nicht so Wohlhabenden
6. In Bösing lebten Gschweng´s die den Babtisten angehörten
7. In Pressburg gab es mindestens eine bürgerliche Weinbauernfamilie Gschweng
Diese scheinen jedoch aus einer der Umlandgemeinden zugewandert zu sein. Dies beweisen Todesanzeigen in der Preßburger Zeitung, wo der Name Gschweng erstmals 1831 erscheint..
Frau Dr. Ester Pertl hat die "Sterbelisten der Preßburger Weingärtner und ihrer Familienangehörigen laut Auszügen aus der Preßburger Zeitung 1764-1939" in einem Buch veröffentlicht. Dieses ist unter der Nr. ISBN 80-85733-36-6 im Jahre 1995 erschienen und z.B. in der Bayerischen Staatsbibliothek München ausleihbar. Nachfolgende Einträge betreffen den Namen Gschweng:
Seite 82: 28.09.1831, Mathias Schweng verliert seinen 16 Wochen alten Sohn Mathias
Seite 123: Sept. 1864, Mathias Schweng verstirbt 76-jährig an Lungenlähmung
Seite 129: Juli 1872, die Witwe Magdalena Schwink verstirbt 81-jährig an Altersschwäche
Seite 138: Juni 1884, Andreas Gschweng verstirbt 49-jährig
Seite 151: Juli 1915, Charlotte Geschweng verstirbt 75-jährig
Seite 161: Apr. 1937, Samuel Gschweng verstirbt 44-jährig
Seite 161: Apr. 1938, Edmund Gschweng verstirbt 73-jährig
Gschweng in den Ratzersdorfer Heiratsmatriken
Gschweng in den Ratzersdorfer Taufmatriken
Gschweng in den Todesmatriken von St. Georgen
Gschweng in geduckten Dokumenten
Gschweng-Familien seit 1745 in Ratzersdorf (auch Limbach, Grünau ...)
Nachfahren von Josef Gschweng (mein ältester bekannter Vorfahr)
Nachfahren von Michael Gschweng (eine andere, weit zurück verfolgbare Linie)
Meine Vorfahren (in englisch)
Konfirmationsbild meines Vaters
siehe auch: Herkunft des Namen Schwenk
Gschweng in den katholischen Trauungen von Wien
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