Im Deutschen Namenslexikon von
Hans Bahlow ist Hühnerfuß unter Hühner aufgeführt. Als Bedeutung wird aus dem Mittelhochdeutschen hünerer = Hühnerhändler genannt,
weiterhin aus den Niederdeutschen Hohn = Huhn.
Folgende urkundliche Erwähnungen sind genannt:
Wenc. Hünerer,
1378 Kolin
(Wigman) Huonermenger,
1197 Köln
Eine Hünernestin,
1345 Brünn
Joh. Honesben,
1317 Lübeck
Honeke 1319 Lübeck
Abwandlungen: Hü(h)nerbein,
Hü(h)nerfuß, Hü(h)nerkopf, Hü(h)nerwadel, Hühnerfürst (in Leipzig
erwähnt als Hühnerhalter namens Fürst, Hühnerjäger =
Rebhuhnjäger
Der Hü(h)nerfauth
= Hühnervogt überwachte die Ablieferung der Zinshühner
Außer mir befassen sich noch weitere „Hühnerfüße“
mit der Erforschung der Herkunft des Namens und der Familien.
Zum einen ist dies Prof. Dr. Heinrich Hühnerfuß von der Uni Hamburg, dessen Vorfahren aus Landsberg/Warthe kommen.
Zum Anderen handelt es sich um Eberhard Hühnerfuß aus Bad Hersfeld. Seine Ahnereihe beginnt in
Liebenow, Kreis Arnswalde mit Christiane Hühnerfuß.
Ein weiterer Hühnerfuß aus dem Kreis
Arnswalde, Donald Huehnerfuss lebt heute in den USA.
Es ist uns bisher leider nicht gelungen,
unsere Stammbäume zu einem gemeinsamen zu verbinden.
Eine interessante Spur führt in den Kreis Birnbaum, Regierungsbezirk Posen. In einem alten topografischen Lexikon Deutschlands von 1849 findet sich ein Hinweis auf einen Ort namens Hühnerfuß. Die polnische Bezeichnung lautet Kurza stopa (im Lexikon wohl ein Druckfehler)
Auf einer historischen Karte dieser Region war dann dieser Ort, der wohl eher ein Gehöft zu nennen ist, zu finden. Der Beschreibung nach handelt es sich um ein Freigut mit einem Haus und 4 Einwohnern, wobei es sich höchstwahrscheinlich um die Familie Hühnerfuß handelt.

Wappendarstellungen
mit dem Symbol des Hühnerfusses, die aber wahrscheinlich nichts mit unseren
Vorfahren zu tun haben
Laurenz Huenfelder
Jacob Hünlin (Hienlin)
Domherr zu St.Stephan
Moncon
Wien, November 1560
11. November 1537
Wappen entnommen dem Buch: „J.
Siebmacher´s grosses und allgemeines Wappenbuch“ Band V, Teil VII
Bei den Pommerschen Kirchenvisitationen im 16.
Jahrhundert werden folgende Personen genannt:
Visitation am 24.02.1539 in Rügenwalde:
(Hospital St. Gertrud)
achte gulden summe Hans
Hons, darvor steit sin hus in der stat boke;
Visitation am 21.06.1539 in Stargard:
(Marienkirche)
Druttehendehalf M. summen, eine M. rente Drewes Ernst und Barbara sine husfrow to Roggow, lut eins instruments, durch Thomas Honen underschreven;
Vifundtwintich M. summen, twe M. rente Simon Honeke und sine ehefrow Anna to Stargard, borgen Matheus Vicke, lut eins instruments, durch Clement Block, notarium, underschreven;
Deweiteren wird ein N. Honeke in Stargard erwähnt.
Vielleicht ein Irrweg, aber zur Erinnerung hier festgehalten:
Aus dem Buch: „Adress-Kalender von den in der Churmark Brandenburg, der Neumark und dem Herzogthum Pommern befindlichen hohen und niederen Colegien... 1785“ (Original in der Universitätsbibliothek Greifswald)
Lutherisches Ministerium Landsberg
Pfauth, Küster und Schulhalter
Von Hans Hühnerfuß aus Rathenow (ein Cousin meiner Mutter) weiß ich, dass der älteste bekannte Ursprung der Familie Hühnerfuß in Tankow, Kreis Friedeberg sein soll. Lange konnte ich dafür keinen gesicherten Hinweis finden, sicher waren nur Mansfelde und später Braunsfelde als Geburtsstätten unserer Vorfahren.
Im Buch: Die Neumark, Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Neumark Heft 3, 4 und 5, 1926
werden im Beitrag: Die Klassifikation von 1718/19
folgende Personen genannt:
Martin Hünerfuth,
Kossäth (1 Hufe) aus Tankow
Hans Hünerfoth,
Bauer (2 Hufen) aus Mansfelde
Hierbei handelt es sich wohl ohne Zweifel um Vorfahren unseres Stammes. In allen anderen Kreisen der Neumark waren zu dieser Zeit keine Bauern oder Kossäthen mit dem Namen Hühnerfuß ansässig. Damit liegt die Vermutung nahe, dass auch die Stämme aus Reetz und anderen Orten im Kreis Arnswalde von denen aus Tankow abstammen
Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(1), 1933, 4 Apotheker Wartenberg:
Einwohner- und Hausliste der Stadt Landsberg a.W. von 1719
Johann Hünerfus, Tuchbereiter mit Frau, 1 Sohn und 3 Töchtern
In: Der Neumärker, Mitteilungen des VfGdN, 1(10), 1936, 101 von Prof. Dr. P. Schwartz, Berlin:
Die Musterungen der neumärkischen Städte im Jahre 1623.
Findet sich in Driesen, Kreis Friedeberg ein Abraham Hünerbein . Vielleicht ist dies ja die Urform des Namen und damit der Stammvater der Hühnerfuß-Familien der Neumark.
Der Name Hühnerfuß am Ende unserer Ahnentafel:
Hühnerfuß in Deutschland Adressen und Telefonnummern
Huehnerfuss in den USA Adressen und Telefonnummern
Huehnerfuss in den USA Sterbedaten aus dem Social Security Death Index
Donald Huehnerfuss Homepage mit ausführlicher Genealogie der Hühnerfüße in den USA
Der Name Hünerfauth, Entstehung und Bedeutung von Klaus Hünerfauth
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