
Im
Deutschen Namenslexikon von Hans Bahlow wird der oberdeutsche Name Schwenk
mit schwenken,
schwingen und schleudern erklärt. Häufigste Vorkommen sind Württemberg,
Schlesien und Bayern
Vergleichbare
Namen sind: Schwenkenfuß, Schwenkenbecher, Schwenkenbier,
Schwenkenflegel, Schwenkenreif (Büttner!)
In
Hamburg kommt der Name Schwenk(e) als kontrahierte Form von Schweneke
(Schwaneke) vor.
Urkundlich
erwähnt sind:
Cuontz
Swenk 1383 Kayh/Württemberg
Nikolaus
Swenker 1284 Schaffhausen
Den Namen Schwenk haben Don Schwenk und sein Sohn Gordon aus den USA ausführlich erforscht. Sein ältester bekannter Urahn ist Andreas Schwenk aus Laichingen bei Ulm. Damals soll 1/10 der Einwohner Schwenk geheißen haben. Der früheste dokumentierte Schwenk in Laichingen soll nach seinen Aussagen
Rouß Schwenckh 1383 gewesen sein.
Don
Schwenks Home-page http://www.schwenkidaho.com/
gibt sehr viel Wissenswertes zum Namen, das oben abgebildete Wappen wurde dieser
Seite entnommen.
In
den „Allgäuer Heimatbüchern“, herausgegeben von Dr. Dr. Alfred Weitnauer,
Kempen 1936-41 und dem „Füssener Bürgerbuch 1359/1590 (1940) finden wir
Eintragungen des Familiennamens in seiner Urform Swenk. Es finden sich mehrere
Personen, die teils das Stadtrecht erhielten bzw. als Bürgen auftraten.
„1363,
11.XI. Peter der Gaemel. Bürge: Der Swenk „
„1373,
18.XII. Adelhait Pachmanin von Hafen, Schwester des Mairkäßlin. Bürge: Kolb
Utz und der Swenk“
„1402,
29.IX. Rüply. Bürge: Jos Swenk“
„1408, 24.VI. Hans Engelmoß. Bürge Jos
Swenk“
Desweiteren taucht in der Harnischliste der Füssener
Bürgerschaft von 1363-1373 der Eintrag auf, dass ein Bürger mit Namen Swenk im
Besitz von Schild und Spieß zur Verteidigung der Stadt war.
„Daz ist unser harnasch:
... Swenk schilt und spiez...“
Auch in Pommern ist der Name Schwenk, wenn auch nur
vereinzelt, zu finden.
Im Einwohnerbuch von Stadt und Kreis Pyritz 1935
findet sich folgender Eintrag:
Pyritz: Martha Schwenk,
Witwe, Heiligegeiststraße 57
Desweiteren erscheinen im Bürgerbuch der Stadt Konitz 1550-1850 folgende Eintragungen zur Erlangung der Bürgerrechte:
1773: Johann Paul Schwenck, Leinweber aus Schöneck, Kreis Berent, evangelisch, 42 Jahre alt, verstorben 1830
1818: Johann Paul Schwenk, Kämmerer aus Konitz (wahrscheinlich ein Sohn des Vorgenannten), evangelisch, 27 Jahre alt
1819: Friedrich Schwenk, Züchner aus Konitz, evangelisch, 24 Jahre alt, Bemerkung: "zog nach Bromberg"
1821: Friedrich Wilhelm Schwenk, Züchner aus Konitz, evangelisch, 26 Jahre alt
Daß es Träger des Namen Schwenk auch nach Ungarn gezogen hat, beweist folgender Eintrag in: Werner Hacker: "Auswanderer aus dem Territorium der Reichsstadt Ulm" veröffentlicht in: Ulm und Oberschwaben, Band 42/43 von 1978.
Nr. 700: Schwenk, Barbara, geb am 09.10.1746 in Langenau, verheiratet am 17.05.1773 in Langenau mit Matthäus Althammer, geb. am 13.05.1744 in Riedheim, wandern zusammen mit ihrem Sohn Martin Althammer (geb. am 23.10.1775 oder 12.07.1780 in Langenau) nach Ungarn aus. Sie werden am 05.05 bzw. 16.05.1786 in Wien als Durchreisende registriert.
Es ist anzunehmen, daß der Name Gschweng ebenfalls von Schwenk und seinen Urformen abstammt. Für diese These spricht die in den Kirchenbüchern nachvollziehbare Wandlung der Schreibweise von Svenk und Schvenk über Svenck, Svengh, Swenkg, Schweng, Schwenck, Gsveng, Gschwengk und Gschwenk zu Gschweng, der heutigen Form.
Desweiteren vermute ich, daß die Gschwengs im Pressburger Land Nachkommen eines Schwenk aus der Laichinger Gegend sind, da der erste bekannte Namensträger ebenfalls ein Leinweber war. Dabei handelt es sich um den Leinweber Lorenz Schvenk, der am 29.01.1685 in Modern eine Barbara, verwitwete Fibinger heiratet. Es Taucht später in Ratzersdorf eine Lorenz-Gschweng-Linie auf, die möglicherweise von diesem Urahnen abstammt. Genauen Aufschluß können nur intensive Forschungen in den Kirchenbüchern von Modern geben.
siehe auch die Herkunft des Namen Gschweng und meine Vorfahrenlinie, teilweise bis zur 12. Generation (in englisch)
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