Im Deutschen Namenslexikon von
Hans Bahlow wird der Ursprung des Namen in Sachsen, Schlesien, Böhmen, Bayern
und Österreich definiert. Wen(t)zel ist die beliebteste deutsche (Kurz-)
Koseform zum slawischen Personennamen Wenceslaw (Wenczlaw).
Der heilige Wenzeslaus war Schutzpatron Böhmens.
Urkundliche Erwähnungen;
Wenczel Schickentanz, 1365 Brünn (Brno)
Wenczlab Speiser, 1414 Mähren
Wenczusch, 1345 Breslau
Wanzel ist Mundartform
Wenzko, Venceke, Venzlaus, pommerscher Ritter um 1260
Ob die Ratzersdorfer Wenz(e)l´s Auswanderer aus Bayern sind oder aus Österreich stammen, konnte ich nocht nicht klären. Sicher ist, dass auch in den umliegenden, anderen deutschen Gemeinden der Name Wenzel häufig vorkommt:
1861 Mathias Wenzel
1863 Maria Wenzel
1864 Theresia Wenzel
1867 Michael Wenzel
1870 Elisabeth Wenzel
In Miserd, Dunajska Luzna:
Wenzel Kristoff, gestorben 14.08.1908, 74 Jahre, Tageslohnarbeiter
Wenzel Matyas, gestorben 07.03.1911, 70 Jahre, Tageslohnarbeiter
Frau Wenzel Mathias, geb. Artner, gesorben 1937
04.09.1891, Trauung Juliana Vendl und Michaly Froelich, Schmied in Bernolakovo 50
27.10.1811, Geburt Katalin Barina, Witwe nach Venczel Loerincz, gab Geburt eines Mädchens namens Erzebeth bekannt
Der
Name Wenzel am Ende unserer Ahnentafel:
Fürstenbergischer
Freilassungsbrief von 1768
Ausfertigung eines Briefes über die Leibesentlassung (Leibledigung, Manumission) der leibeigenen Frau nebst Kind eines leibfreien Untertanen der Fürstenbergischen Regierung vom 09. Dezember 1768 aus dem Fürstlichen Fürstenbergischen Archiv Donaueschingen (veröffentlicht in Werner Hacker: Auswanderungen aus dem nördlichen Bodenseeraum“).
Solche Manumissionsbriefe bekamen die Auswanderer mit und hatten sie bei ihrer neuen Herrschaft wieder abzugeben

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Norbert Gschweng
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